Von der WISPO - Wiesbadener Sportförderung e.V. wurden gefördert:
- Helge Meeuw
- Ali Ahraoui
- Susanne Kranz
- Jenny Mensing
- und Sebastian Schulte
Visitenkarten der Sportler stehen in alphabetischer Reihenfoge nachfolgend:
Ali Ahraoui
Geburtstag: 15.02.1979
Geburtsort: Wiesbaden
Beruf: Elektroniker
Hobbies: Lesen, DVD sehen, Sonnenbaden
Sportart: Boxen
Gewichtsklasse: Halbwelter (bis 64 Kilo)
Eltern: Fatima/Hausfrau und Ahmed/Koch
Geschwister: Schwester Sakina/Apothekenhelferin
Seine Olympiahoffnungen hat Ali Ahraoui begraben. Die für Athen 2004 sowieso, die für Peking 2008 auch. „Kaum ein Amateur-Boxer kämpft heutzutage mit fast 30 Jahren noch international“, erklärt das Aushängeschild vom ABV Kohlheck. „Vielleicht bin ich dann schon ins Profilager gewechselt“, sagt er weiter. Ein klein wenig Verbitterung ist schon dabei, wenn die Sprache auf olympische Träume kommt. Sidney 2000 hatte der deutsche Staatsbürger mit marokkanischen Wurzeln fest im Visier. Nach 1997 war er in dem Jahr zum zweiten Mal Deutscher Meister geworden, hatte sogar wenige Monate zuvor Bronze bei der WM geholt. Aber ein Nasenbeinbruch zerstörte alle Planungen.
Dann kam das verkorkste vergangene Jahr. Niederlage in der ersten Runde bei den Deutschen und zwischenmenschliche Probleme mit den Bundestrainern kosteten ihn die Nominierungen für die Olympia-Qualifikationen. Doch obwohl seinem Hauptkonkurrenten, dem aktuellen Deutschen Meister Sipahi, den Ahraoui bislang stets bezwungen hat, mehrfach die Nerven versagten, erhielt der Linksausleger aus Wiesbaden keine zweite Chance. Dabei ist er drauf und dran seinen mit dem BC Velbert gewonnen Deutschen Mannschaftsmeister-Titel zu verteidigen.
Seine Bilanz auf dem Weg ins Finale: 6 Kämpfe, 6 Siege.
Der Schützling von Walter Fischer, Seele und Institution des ABV, der diesen anfangs aus Platzgründen im Kohlhecker Kettingsacker in der
nur fünf, sechs Mann fassenden „Trainings“- Garage gar nicht mitmachen lassen wollte, möchte noch höchstens zwei, drei Jahre bei den Amateuren boxen. Hat er denn keine Angst vor Gesundheitsschäden im Profilager? „Das ist alles eine Frage der Einstellung zum Leben und zum Sport“, sagt der 25jährige selbstbewußt.
Wer Ahraoui kennengelernt hat, glaubt ihm, dass er weiß wovon er spricht.

Jenny Mensing
- geboren am 26. februar 1986
- Schülerin mit abgeschlossener berufsausbildung
- aktuelle 6-fache Hessische Rekordhalterin über 50 bis 200 m Rücken
- Deutsche Wintermeisterin 2006 über 200 m Rücken
- Teilnehmerin an den Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki
Sebastian Schulte
Der gebürtige Wiesbadener ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Sein Abitur an der Diltheyschule bestand der Spitzenruderer
der Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich (RGB) mit einer Durchschnittsnote von 1,8. Parallel zu seiner Sportkarriere, die bei den Olympischen Spielen in Athen ihren Höhepunkt erreichen soll, studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum undmachte seinen Abschluß als Diplom-Ökonom bereits nach acht Semestern (Regelstudienzeit sind neun Semester). Dabei zeichnete er sich jeweils in zwei Fächern als bester Absolvent aus.
Der 26 Jahre alte Aktivensprecher der deutschen Ruderer war Vize-Weltmeister 2002 und WM-Dritter 2001 im Achter und insgesamt acht Mal Deutscher Meister in verschiedenen Alters- und Bootsklassen. Im Deutschland-Achter hat er als Bugmann die neben dem Schlagmann wichtigste Position inne. Das Interview mit Wiesbadens größter Olympia-Hoffnung führte WISPO-Pressesprecher Jens Bauer Mitte April.
1.)Wie gefällt Ihnen die Schlagzeile "Sebastian Schulte im Deutschland-Achter bei Olympia"?
Eine alte Ruderer-Weisheit lautet: Du kannst erst dann behaupten, im Achter dabei zu sein, wenn Du im olympischen Finale am Startblock
liegst. Auch wenn es momentan sehr gut aussieht, ist noch nichts sicher – der Achter ist noch in der Findungsphase und es sind dabei noch einige Normen zu erfüllen. Doch ich arbeite intensiv daran, dass diese Schlagzeile bald veröffentlicht werden kann!
2.) Warum so vorsichtig? Sie sind doch bestimmt aufgrund Ihrer Leistung der letzten drei Jahre gesetzt?
Gesetzt ist in einer Olympia-Saison niemand. Nach der Vize-Weltmeisterschaft 2002 gab es so etwas wie eine Setzung. Doch seit unserem enttäuschenden Abschneiden mit Platz 6 bei der vergangenen WM hat niemand mehr seinen Platz sicher. So lastet zwar permanent Druck auf den Olympia-Kandidaten, was sich im täglichen Training aber überaus positiv auswirkt. Derzeit sind zwölf Kandidaten in der engeren Wahl und ich gehöre natürlich zu diesem Kreis.
3.) Was für Qualifikationshürden müssen Sie noch nehmen und wann fällt die Entscheidung?
Die ersten Hürden liegen bereits hinter uns: Am ersten April-Wochenende konnte ich im Vierer ein wichtiges Langstreckenrennen über 6 Kilometer gewinnen und dabei meine direkten Kontrahenten schlagen. Jetzt folgen noch Ergometertests und
Testwettkämpfe in Zweiern und wiederum Vierern über die olympische 2000 Meter-Distanz. Danach wird Bundestrainer Dieter Grahn die vorläufige Besetzung des Achters präsentieren, die dann die ersten Regatten in Posen/Polen (Weltcup) und Duisburg angehen wird. Sofern sich das Team als besonders schlagkräftig herausstellt, wird es zunächst in dieser Formation zusammenbleiben.
Die endgültige Entscheidung fällt schließlich erst bei den Weltcup-Regatten in München und Luzern.
4.) Welche Kriterien spielen bei der Auswahl der Mannschaft eine Rolle?
Die Selektion eines schnellen Achters ist weitaus komplizierter, als die meisten Laien sich dies vorstellen. Es geht nicht nur darum, die
acht stärksten Ruderer aus Deutschland gemeinsam in ein Boot zu setzen. Neben Kraft und Ausdauer, die natürlich eine wichtige Rolle spielen, kommt es auch auf eine sehr gute Rudertechnik und ein besonders ausgeprägtes Gefühl für den Schlagrhythmus an. Ein Ruderschlag ist ein sehr schwieriger Bewegungsablauf, bei dem maximale Kraftabgabe mit einer sehr gleichmäßigen Bewegung kombiniert werden muss.
Und das wichtigste dabei: Alle müssen die gleichen Vorstellungen vom Bewegungsablauf haben und diese dann entsprechend umsetzen können. Natürlich spielt darüber hinaus auch der Teamgeist eine bedeutende Rolle im Achter.
5.) Dann würde eine Überschrift sicher lauten: "WISPO und RWB empfangen Medaillengewinner Schulte".
Das wäre eine äußerst wohl klingende Schlagzeile. Einen Empfang der WISPO und meines Vereins anlässlich einer Olympia-Medaille – was wünscht man sich als Leistungssportler mehr?
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Tim Maxeiner
- Geboren: 22. Oktober 1985
- Student der Betriebswirtschaften im 6.Semester an der UNI Augsburg
- Sportart Kanuslalom – Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft
- Wiesbadener-Kanu-Verein 1922 e.V.
Sportliche Erfolge:
- 2006 4. Platz Deutsche Meisterschaften der Leistungsklasse Herren KI
- 2007 5. Platz Mannschaft U 23 – Europameisterschaft in Krakau/Polen
- 2007 8. Platz Einzel U 23 – Europameisterschaft in Krakau/Polen
- 2008 4. Platz Mannschaft U 23–Europameisterschaft in Solkan/SLO
- 2008 Deutscher Meister Herren Leistungsklasse KI
- 2008 3. Platz German Open–World Series Rennen in Markkleeberg/D
