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14.09.2009

25-Stunden-Lauf 2009

Zum 5. Mal hat die WISPO - Wiesbadener Sportförderung den 25-Stunden-Lauf ausgerichtet und es war wie in den Vorjahren ein Erfolg. 58 Mannschaften, davon 32 in der Sportwertung, liefen die 925 Meter-Runden durch das Wiesbadener Kurpark, angefeuert von hunderten Schaulustigen und Freunden und Bekannten. Natürlich war auch die Stimmung im Athleten-Dorf optimal.
Gewonnen haben die Mannschaften:
- R+V-RunningStars von der R+V-Versicherung in der Sportwertung (max. 10 Personen in einer Mannschaft)
- Schwimmclub Wiesbaden (SCW) - das Bäckerei-Walser-Team in der Fun-Wertung (hier dürfen über 10 Sportler pro Team mitlaufen)

Artikel aus  dem Wiesbadener Kurier vom 14. September 2009

Der Wiesbadener Kurier hat in fantastischer Weise bereits im Vorfeld den 25-Stunden-Lauf der WISPO (Wiesbadener Sportförderung) begleitet. Der Vorstand und das Orga-Team bedanken sich beim WK und WT für diese tolle Unterstützung!

Sieg beim 25-Stunden-Lauf: R+V-Team landet mit 421 Runden auf Platz eins

14.09.2009 05:45 Uhr - WIESBADEN

Von Rajko Dikmann

Trotz untergehender Sonne und sinkender Temperaturen versiegt der Besucherstrom am Samstagabend im Kurpark nicht. Von Groß bis Klein sind hunderte Gäste gekommen, um beim 25-Stunden-Lauf die 60 Mannschaften anzufeuern, die in der Staffel seit dem Morgen laufen.

“Es ist die einmalige Kurpark-Atmosphäre und das großartige Miteinander, das Besucher wie Teams in jedem Jahr aufs neue anlockt", findet Kristina Dyckerhoff, Präsidentin der Wiesbadener Sportförderung (Wispo). Doch ohne die ganzen helfenden Hände wäre die Veranstaltung niemals möglich gewesen, sagt Dyckerhoff und hebt besonders die Leistungen des Schwimmclubs Wiesbaden sowie des Wiesbadener Leichtathletikvereins hervor, die sogar noch ein Laufteam stellen.

Einzelläufer halten durch

Kein Laufteam benötigen Holger van Dorp und Chris Wolfe. Als Einzelläufer wollen sie tatsächlich 25 Stunden am Stück laufen. “Nach dem Marathon wollte ich mir neue Ziele setzen", begründet es van Dorp knapp, während Zuschauer ungläubig staunen.

Etwas nervös blickt Ingrid Jöckel der einbrechenden Nacht entgegen. “Die innere Uhr spielt da manchmal ganz schön verrückt und es folgen Krämpfe", weiß sie. Seit Bestehen der Veranstaltung läuft sie als Kurier-Leserin für das Team der Zeitungsenten. “Ein jeder läuft hier fürs Team, das ist Motivation genug, um durchzuhalten", sagt sie, schüttelt noch einmal Arme wie Beine aus, geht an die Wechselzone und löst ihren Teamkameraden ab, um im dunkelblauen Licht der Nacht zu verschwinden.

“Piraten" schlafen länger

Am nächsten Morgen steht Ingrid Jöckel sichtlich übermüdet am Wegesrand. Zwei Stunden habe sie nicht schlafen, sondern höchstens ruhen können. Dann ging es weiter. “Ohne unseren Masseur Klaus Peter Konrad hätten wir schon längst unter Tränen aufgeben müssen", verrät sie. Genauso hatten andere Teams mit der Nacht zu kämpfen.

“Die ’Piraten' stellten ihre Taktik um, schliefen länger und büßten dadurch eine Menge Zeit ein", sagt Peter vom Leichtathletikteam und verrät: “Nachdem du in einer Tiefschlafphase warst, wirst du langsamer. Maximal 30 Minuten Schlaf sind die beste Taktik." Dadurch überholten die Leichtathleten die Seeräuber des Nachts und kommen jetzt mit hauchdünnem Vorsprung vor den Piraten als Zweite ins Ziel, wo bereits die ersten Sektkorken knallen und jeder mit jedem feiert.

“Hier ist der Chef nicht der hohe Piff, sondern ein Läufer wie jeder andere", sagt Hein Denneboom von der Wispo und spielt auf die zahllosen Firmenteams an, die mitgelaufen sind: “Wenn ich den Chef genauso schwitzend und mit Krämpfen geplagt sehe, wie mich, verbindet das und steigert das Betriebsklima", lacht er.

Erfolg steigert Betriebsklima

Der Sieg des R+V-Teams wird gewiss das Betriebsklima steigern: “Auf Platz eins mit 421 gelaufenen Runden", heißt es bei der Siegerehrung, während aufbrandender Jubel den Rest der Moderation übertönt. Knapp 390 Kilometer ist das R+V-Team gelaufen und nimmt jetzt den Pokal entgegen. Auch die beiden Einzelläufer van Dorp und Wolfe feiern nach unglaublichen 150 zurückgelegten Runden erstaunlich ausgelassen.

“Nicht nur wir, ein jeder kann sich heute als Sieger fühlen", freut sich Jan Böllert vom R+V-Team. Doch abgesehen vom Freudentaumel will er wie so viele einfach nur noch schnellstmöglich ins Bett. Auf Montag freut er sich überhaupt nicht: “Morgen wird es fies. Da erinnert der Körper dank Muskelkater daran, was man am Wochenende so getrieben hat." Was glaubt er, könne da helfen? ­ “Psychologie: Alle Teilnehmer haben gemeinsam gekämpft und gesiegt. Jetzt leiden wir eben im Kollektiv."

Die genaue Zahlen finden sich unter: hier
Fotos werden ab Donnerstag vorhanden sein, auch hier bei wispo-online.de


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